Vortrag

MArx als Demokrat

Karl Marx kritisierte die liberale Demokratie als Form der Herrschaft der Bourgeoisie und war zugleich radikaler Verfechter demokratischer Selbstbestimmung. Damit brachte er die grundlegende Ambivalenz von Demokratie auf den Punkt: In ihrem Namen wird Herrschaft ausgeübt und zurückgewiesen. Marx vollzieht diese Ambivalenz in seinem Denken selbst nach – historisch wie theoretisch: Er demonstriert die historischen Begrenzungen demokratischer Konzepte und Praxis und deren zukünftige Möglichkeiten bis zur äußersten Entfaltung. Für ihn gehört in eine radikale Perspektive der Emanzipation auch, dass der Begriff der Demokratie sich selbst historisch überflüssig macht. Alex Demirovic zeigt, wie sich Karl Marx’ Verständnis von Demokratie vor dem Hintergrund politischer Enttäuschungen und Analysen im Lauf der Zeit verändert hat. Es sind vor allem Marx’ grundlegende Überlegungen zum Kapital und zur Stellung von Freiheit und Gleichheit, die sein Verständnis von Demokratie geprägt haben.

Rahmendaten

Ort: Naturfreundehaus Mitte, Franz-Hitze-Straße 8, 50672 Köln
Zeit: Dienstag, der 05. November 2024, ab 19.00 Uhr

Workshop

Einführung in den Klassenbegriff bei Marx

Marx hat keine gesonderte Abhandlung seiner Klassentheorie geschrieben. Dennoch ist der Marxismus gerade als Klassentheorie: als Lehre von Klassenherrschaft, Klassenkampf und Revolution geschichtsmächtig geworden, in der Geschichte der Arbeiterbewegung ebenso wie in den Sozialwissenschaften. Es gibt kaum eine Schrift über Herrschaft, Klassenstruktur oder Schichtung, welche sich nicht mit der marxistischen Klassentheorie auseinandersetzte.
Was ist Klasse? Warum gibt es sie? Mit diesen Fragen setzten wir uns in diesem Workshop mit Nikolai Arnaudov aus der linksjugend [‘solid] Köln auseinander.

Rahmendaten

Ort: Evangelische Studierendengemeinde Köln, Bachemer Str. 27, 50931 Köln
Zeit: Mittwoch, der 03. Juli 2024 ab 17. – 21/22. Uhr

Vortrag

Vom sozialistischen Entwicklungsland zur kapitalistischen Großmacht – der einzigartige Sonderfall China

China ist ein wirklich bemerkenswerter Sonderfall der jüngeren Geschichte. Es hat als einziges Land der „Dritten Welt“ eine wahrhaft „nachholende Entwicklung“ geschafft, zu den etablierten Nationen aufgeschlossen und ist inzwischen eine kapitalistische Weltmacht.

Welche Gründe hat das? Welche Rolle spielt der chinesische Sozialismus dabei? Warum ist Chinas Wende zum Kapitalismus so anders gelaufen als die der Sowjetunion?

Die Frage soll mit einem kurzen Rückblick auf den maoistischen Sozialismus und einem längeren auf die „kapitalistische Wende“ beantwortet werden.

Einen solchen Aufstieg hatte der Westen seinen in die Freiheit entlassenen Kolonien ja angeblich immer von Herzen gewünscht – Freunde der früheren „Dritte-Welt-Bewegung“ werden sich erinnern. Nun, da China ihn hingekriegt hat, findet er wenig Beifall; stattdessen haben die USA eine neue Konfrontation begonnen…

Andererseits: Ist das heutige China immer noch ein „Hoffnungsträger“, weil nach offizieller Verlautbarung „sozialistisch“ und zumindest außenpolitisch „friedlich“? 

Rahmendaten

Ort: Bürgerzentrum Deutz, Tempelstraße 41-43, 50679 Köln
Zeit: Montag, der 17. Juno ab 19.00 Uhr

Vortrag

Reisebericht aus Kurdistan

Sofia war Teil einer internationalen Delegationsreise nach Kurdistan (den türkischen Teil) über den Zeitraum Newroz bis nach den Kommunalwahlen. Sie berichtet von der aktuellen Lage und Situation der Kurden, ihren Eindrücken und zu den Wahlen.

Rahmendaten

Ort: Kreisgeschäftsstelle Die Linke Köln, Zülpicher Str. 58, 50674 Köln
Zeit: Donnerstag, der 02. Mai 2024, 19.00 – 20.30 Uhr mit anschließendem Aktiventreffen

Workshop

Materialistische Rassismuskritik

In den meisten Antidiskriminierungsorganisationen,  Diversitystabstellen und sogar autonomen linken Gruppen finden wir ein liberales Verständnis von Rassismus und der damit verbundenen Antirassismusarbeit. Dieses ist immer mit der Idee der Diversität, Inklusion und Repräsentation verbunden. Dabei sehen liberale Antirassist:innen den Rassismus als ein falsches Denken, ein Überbleibsel der Rassentheorie, den man sich mit Reflexion und genug Anti-Rassismus-Training abgewöhnen kann. Warum so viele Menschen mit Migrationshintergrund im Niedriglohnsektor tätig sind und warum rassistische Gewalt gerade in Zeiten der Krise immer zu nimmt ,fragt sich dabei natürlich niemand.

Wir wollen uns in diesem Workshop damit beschäftigen, was Rassismus mit Kapital zu tun hat und der damit eingehenden Überausbeutung von rassifizierten Menschen. Dabei betrachten wir zum einen, wie es in frühen britischen Kolonien zur rassistischen Sklaverei kommen konnte und wie die Lage in Deutschland aussieht. Desweiteren beschäftigen wir uns mit der Kritik an “Critical Whiteness Studies” und dem Konzept der Intersektionalität

Rahmendaten

Ort: Kreisgeschäftsstelle Die Linke Köln, Zülpicher Str. 58, 50674 Köln
Zeit: Freitag, der 12. April 2024, 18.00 – 22.00 Uhr

Marxistische Strategiekonferenz

Die Weichen für die Zukunft des Verbandes stellen

Die politische Linke 🚩ist seit längerem in einer Krise, diese ist auch nicht an uns vorbeigezogen. Wo sehen wir unsere Rolle in der Gesellschaft als linksjugend [‘solid] und wie wollen wir linke Hegemonie aufbauen? Diese und andere Fragen wollen wir aus einer materialistisch-sozialistischen Perspektive heraus beantworten.

Um einen Beitrag zur revolutionären Überwindung von Kapitalismus und Patriarchat leisten zu können, brauchen wir einen Verband, der gemeinsam handlungsfähig ist, über eine geteilte Gesellschaftsanalyse auf einem gewissen theoretischen Niveau verfügt und Strukturen besitzt, die in der Lage sind, in konkrete Kämpfe zu intervenieren.

Die Strategiekonferenz wird als Mischung aus Plena und Workshopphasen von Samstag, den 19. August, 12.00 Uhr-ca. 22.00 Uhr bis Sonntag, den 20. August, 16.00 Uhr in Köln stattfinden. Wir setzen setzen uns primär mit einer langfristigen organisatorischen Perspektive unseres Verbandes auseinander, als auch mit der Frage was für einen Verband wir überhaupt brauchen 💭. Außerdem setzen wir uns mit der Frage auseinander, wie wir uns für die gemeinsam entwickelte Perspektive im Verband stark machen ✊.

Bitte beachte, dass aufgrund eines geringen Budgets wir nur Abendessen und Frühstück organisieren. Packe dir also unbedingt etwas Kleingeld für das Mittagessen am Sonntag ein.

Anmeldeverfahren & Teilnahmebestimmungen
Für die Teilnahme an der Veranstaltung muss das untenstehende Formular vollständig ausgefüllt und abgesendet werden. Um die Quotierung und eine Teilnahme von Menschen aus verschiedenen Landesverbänden gewährleisten zu können, wählen wir nach Anmeldeschluss (hier ist das der 1. Juli) die Teilnehmenden aus den eingegangenen Anmeldungen aus. Die Anmeldung wird dementsprechend erst mit dem Zugang der Teilnahmebestätigung verbindlich. Wir schreiben dir also eine Mail, ob du verbindlich dabei bist oder ob du auf der Warteliste stehst. Sollten noch Plätze freiwerden, kontaktieren wir dann Personen von der Warteliste.


Für alle Teilnehmenden übernehmen wir die Unterkunft in MehrbettzimmernVerpflegung mit Frühstück und Abendessen und im Rahmen unserer Finanzordnung die Fahrtkosten.


Solltest du doch nicht teilnehmen können, sag uns bitte so schnell wie möglich per Mail an info@linksjugend.koeln Bescheid. Falls du unentschuldigt nicht erscheinst oder ohne nachgewiesenen medizinischen Grund weniger als 14 Tage vor Seminarbeginn (hier ist das der 14. August) absagst und wir keine:n Nachrücker:in mehr finden, behalten wir uns vor, dir die Stornokosten in Rechnung zu stellen. Denn: Unbegründetes Fehlen kostet den Verband Geld und verhindert die Teilnahme einer anderen Person.

Die Anmeldung für die Strategiekonferenz ist beendet. Melde dich aber gerne für weitere Veranstaltungen des Bundesverbandes unter www.linksjugend-solid.de/termine/ an 😃