Der Kern linker Politik ist die radikale Demokratisierung der Gesellschaft, die mit einem sozialen, ökologischen und demokratischen
Umbau der Wirtschaft einhergeht: Wir wollen den Kapitalismus, der auf der Ausbeutung von Menschen basiert und der die Macht über einen so relevanten Lebensbereich wie die Wirtschaft in den Händen einiger weniger konzentriert, überwinden.

Der Kölner Stadtrat kann leider nicht den Sozialismus einführen, aber viele Projekte beschließen und unterstützen, um demokratische Bereiche in der Wirtschaft auszuweiten. Erste Schritte dafür auf kommunaler Ebene können sein:

» Ausweitung und Erhalt der Betriebe, die in demokratischer Hand sind: Die Stadtwerke Kölns mit ihren Tochterunternehmen wie der KVB, der RheinEnergie und Netcologne sind ein mächtiger wirtschaftlicher Akteur, der ein wirkungsvolles Werkzeug für eine demokratische Umstrukturierung der Wirtschaft sein könnte. Wir wollen, dass dieses Potential genutzt wird und die Stadtwerke stärker unter demokratische Kontrolle gestellt werden, um von derzeit leider stark profitorientierten Unternehmen zu Triebkräften des sozial-ökologischen Wandels zu werden

» Ausbau sozialer Infrastruktur: Wir glauben, dass elementare Infrastruktur, die das Leben von uns allen täglich beeinflusst, keine Ware sein darf. Kultur, Bildung und Gesundheit müssen als selbstverständliche öffentliche Daseinsvorsorge allen Menschen zur Verfügung gestellt werden, ebenso Kommunikation und Mobilität. Deshalb fordern wir neben guter Gesundheitsversorgung in städtischer Hand und einem staatlich finanzierten Öffentlichen Personennahverkehr für alle auch eine kostenlose Internet-Grundversorgung für alle und gut finanzierte Kultur und Bildung. Orte wie Schwimmbäder und Parks müssen erhalten und allen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

 

Der Gedanke von gemeinschaftlicher sozialer Infrastruktur kann auch dazu beitragen, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Solidarität und Selbstorganisierung zu unterstützen. Wir fordern die Errichtung und Stärkung sozialer Zentren in den Veedeln, die Menschen selbstorganisiert nutzen  können. Davon können auch die Menschen profitieren, die am stärksten unter der aktuellen Wirtschaft leiden: Wir wollen, dass
armen Menschen nicht einfach ihre schreckliche Situation etwas verbessert wird, sondern dass ihnen Strukturen zur Verfügung gestellt werden, um sich selbst zu helfen und zu organisieren. Arme Menschen und insbesondere Obdachlose brauchen Räume, in denen sie gesellschaftliche Teilhabe und die Infrastruktur und Unterstützung beispielsweise für Bewerbungen oder die Beantragung von finanziellen Hilfen vorfinden. Soziale Zentren können nicht-kommerzielle Orte werden, in denen die Menschen einer Nachbarschaft zusammenfinden und sich gegenseitig unterstützen und man einfachen Zugang auf grundlegende Infrastruktur wie Computer, Bibliotheken etc. hat.