Rassismus ist nicht einfach die verwerfliche persönliche Einstellung von vereinzelten Rechtsradikalen, sondern intensiv mit den Ausbeutungsstrukturen unserer Gesellschaft verwoben. Kolonialherren werden bis heute mit Statuen und Straßennamen verehrt, Menschen, die als nicht-deutsch gelabelt werden, leben häufiger in Armut, leiden unter besonders ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen und sind öfter von Polizeiwillkür betroffen, wie jüngst auch die „Stammbaumforschung“ der Stuttgarter Polizei erneut zeigte. Rechtsextreme Straftaten erreichten in den letzten Jahren Rekorde und staatliche Behörden versagen dabei, diese effektiv aufzuklären und zu bekämpfen.

Der Kampf gegen Rassismus muss diese systematischen Probleme in den Blick nehmen, anstatt Rassismus nur als individuelles Problem zu behandeln.

» Wir möchten antirassistische Initiativen und Migrant* innenverbände fördern und ihre Arbeit unterstützen.

» Ehrende Denkmäler des deutschen Kolonialismus an der Hohenzollernbrücke gehören entfernt. Stattdessen fordern wir Denkmäler für die Opfer.

» Es braucht unabhängige Beobachtungsstellen, um Rassismus bei der Polizei zu bekämpfen. Polizist*innen, die durch systematischen Rassismus auffallen, müssen entlassen werden, wo ganze Einheiten auffällig werden, müssen diese aufgelöst werden.